KIU Policy Brief
Der EU-Beitritt der Ukraine als gemeinsame Chance: Perspektiven aus dem Agrarsektor

Der Agrarhandel hat sich zu einem zentralen politischen Streitpunkt in den Beziehungen zwischen der EU und der Ukraine entwickelt. Die erste Ausgabe des KIU Policy Brief des Ökonomen und KIU-Gastprofressors Oleh Nivievskyi untersucht die Handelsbeziehungen seit Russlands Vollinvasion, thematisiert die politischen Spannungen infolge stark gestiegener ukrainischer Agrar- und Lebensmittelexporte sowie die langfristigen Auswirkungen für beide Seiten.
Die Ukraine steht weiterhin vor erheblichen Herausforderungen bei der Angleichung ihrer Gesetzgebung an das EU-Recht, insbesondere im Agrarsektor. Eine erfolgreiche Integration würde Oleh Nivievskyj zufolge beiden Seiten deutliche Vorteile bringen. Für die Ukraine eröffnet der europäische Binnenmarkt langfristige Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliches Wachstum. Für die EU kann die ukrainische Landwirtschaft die Stabilität der Lieferketten stärken, indem sie die Importquellen des Binnenmarktes ausbaut und zugleich die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Lebensmittelindustrie erhöhen.
Um diese potenziellen Vorteile für beide Seiten zu realisieren, identifiziert dieser KIU Policy Brief vier Prioritäten: Angleichung an die EU-Gesetzgebung, Kompetenzaufbau, gezielte Finanzierungs- und Unterstützungsmaßnahmen für die Landwirtschaft sowie eine strukturierte Zusammenarbeit mit EU-Institutionen.
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